Antonios TraumEs war einmal der arme Knecht Antonio. Er lebte bei einem wohlhabenden Bauern. Eines Tages erfuhr er von einem Palkat des Königs. derjenige, der das wild lebende Einhorn einfängt, der soll meine Tochter zur Frau bekommen. "Wie könnte ich das wohl schaffen?", fragte sich der Knecht Antonio. Müde ging er nach getaner Arbeit grübelnd schlafen. Da hatte er einen Traum. Er träumte von einer schönen Frau. Sie sprach: "Suche im Wald in einem Holzstumpf ein Schwert! Es besitzt Zauberkräfte. Mit einer Berührung des Zauberschwertes erstarrt jedes Lebewesen." Antonio wachte auf und marschierte zum Wald los. Er hatte schon den vierten Holzstumpf durchsucht, aber kein einziges Schwert gefunden. Da wollte er schon aufgeben, doch einen Holzstumpf sah er noch und schaute dort nach. Da rief er: "Juhu!". Tatsächlich dort war das Zauberschwert. Sofort machte er sich auf den Weg, das Einhorn zu suchen. Plötzlich hörte er etwas Leises hinter sich schnaufen. Es wurde immer lauter. Schnell drehte er sich um und erschrak. Vor ihm stand nämlich das große weiße Einhorn mit seinem riesigen Horn auf der Nase. Es rannte mit gesenktem Kopf auf ihn los. Zuerst traute sich der Knecht Antonio nicht, aber dann gab er sich einen Ruck, streckte gerade noch zur rechten Zeit das Zauberschwert aus und berührte das Einhorn. Zuerst dachte er, der Zauber hätte nicht funktioniert und sprang auf die Seite. Doch wie von Gottes Hand war vor ihm eine große runde Hecke um das Einhorn gewachsen. jetzt konnte es nicht mehr heraus. Antonio weinte vor Freude, dass er es geschafft hatte, das Tier zu fangen, ohne dass das Einhorn abging. Sehr fröhlich ging er durch den Wald zurück und merkte sich den Weg. Am Ende des Waldes angekommen marschierte er zum Schloss des Königs. Er berichtete dem König: "Ich bin der Knecht Antonio und habe das Einhorn gefangen." Der König war so erfreut, dass er sich persönlich mit seiner Tochter auf den Weg machte. Antonio durfte mit in der Kutsche sitzen und zeigte ihnen den Pfad zum Einhorn. Als der König und seine Tochter endlich das Einhorn sahen, waren beide glücklich. Die Prinzessin stieß einen Freudenschrei aus: "Papa, wir können doch einen Tierpark hierher bauen und das Einhorn ist die größte Attraktion!" Der König fand das eine blendende Idee. Doch nun löste er erst einmal sein Versprechen ein. Der Knecht Antonio bekam die Prinzessin zur Frau, und die Beiden veranstalteten eine riesengroße Hochzeit. Der König wünschte ihnen viel Glück und Gesundheit. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. |
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