Märchenvorschlag Nr. 21/2001

Katharina und der rote Teufel

Hallo, ich bin der Erzähler und heiße Jony. Ich erzähle euch eine Geschichte von einem armen Mädchen. Dieses Mädchen hieß Katharina. Sie wohnte in einem Dorf, das heißt Reganon. Ihre Eltern sind vor einem Jahr gestorben. Aber ihr Onkel, der sehr zornig war, ließ sie jeden Tag schuften. Da sagte sie eines Nachts: "Ich wünschte, ich wäre jetzt in der Hölle!"

Plötzlich sah Katharina ein rotes Licht. Es sprach: "Hallo, hübsches Mädchen, wie geht´s?"
"Was geht Sie das an? Ich weiss ja noch nicht mal wer sie sind!"
"Oh, darf ich mich vorstellen, ich bin der rote Teufel."
"Ich bin Katharina.", sagte das Mädchen.
"Du hast mich gerufen!", sagte der Teufel.
"Oh, nein, lass mich in Ruhe, hau ab!"
Da verschwand der rote Teufel.

Eines Tages, als Katharina wieder einmal in der Bäckerei ihres zornigen Onkels arbeitete, kam eine Kutsche vorbei. Sie war prachtvoll geschmückt und die Tür der tollen Kutsche öffnete sich. Es kam der Prinz von Neuseeland heraus und fragte: "Gibt es hier auch gefüllte Rollbälle?"
Katharina antwortete: "Natürlich, alles was Sie wollen."
Als der Prinz Katharina sah, wurde er rot wie eine Tomate. Ich, der Butler des Prinzen, sagte: "Prinz, wir fahren weiter."
"Nein, ich will erst ihren Namen wissen." Der Prinz Viktor fragte sie und sie antwortete: "Ich heiße Katharina."
"Danke!"
Dann fuhr die Kutsche mit dem Prinzen weg. Aber Viktor kam jeden Tag um gefüllte Rollbälle zu kaufen.

Die netten Eltern von Viktor lernten Katharina auch kennen und sie waren begeistert von ihr. Aber der Onkel sagte eines Tages: "Du sollst diesen Jungen nie mehr wieder sehen!" Er sperrte sie ein, um sicher zu gehen, dass sie nicht heraus kommen könnte. Da erschien wieder der rote Teufel. "Da haben wir den Salat! Komm, werde meine Frau, dann kommst du wieder heraus!"
"Nie im Leben!", schwor Katharina.
Als der Prinz nach Katharina fragte, sagte Onkel Geizig: "Hau ab, lass sie in Ruhe!" Da ließ der Prinz den geizigen, missmutigen, zornigen Onkel verhaften. Dann fand er Katharina und den Teufel. Viktor riss ihm Katharina aus der Hand und nahm sie mit nach draußen. Der rote Teufel war so böse vor Wut, dass er platzte wie ein Ballon.

Katharina erholte sich wieder im Schloss und Viktor heiratete Katharina. Sie bekamen vier Kinder und lebten glücklich bis an das Ende ihrer Tage.

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