Der König und das Kind

Es war einmal ein König. Der war sehr klug, bescheiden und sehr reich. Eines Tages kam eine alte Frau vor den König, die in echt eine Hexe war, doch das wusste der König nicht. Sie fragte, ob sie bei ihm als Dienerin arbeiten könne. Doch eine Stimme im Hinterkopf des Königs sagte ihm: "Tu's nicht!" Da lehnte er die Bitte ab und die Hexe wurde sauer und ging fort.

Eine Woche später kam die Hexe wieder und sagte: "Morgen wird die ganze Stadt von den Ratten geplagt sein." Und so geschah es!
Drei Tage später war die Stadt noch immer nicht von den Ratten befreit. Doch da kam ein Zauberer, der wusste Rat. Er sagte: "Du musst das Wertvollste, das es gibt auf der Welt in dein Schloss holen." Und er zog davon.
Und der König dachte: "Ich habe doch Edelsteine und Diamanten in meinem Schloss." Doch da erklang wieder die Stimme in seinen Gedanken. Die sagte: "Ein Kind, die Lösung ist ein Kind!" Aber der König wusste nicht, wie er es machen sollte, denn seine Frau war ja vor zwei Jahren gestorben. So schickte er Kundschafter aus, die eine Frau suchen sollten. Und als Belohnung standen hundert Diamanten zur Verfügung. Auch ein kleiner Junge versuchte sein Glück.

Er wanderte jetzt schon drei Tage und hatte nur ein paar Bauersfrauen gefunden. Noch hatte er seinen Proviant: drei Brote und eine Feldflasche Wasser. Da begegnete ihm ein Kind, das war sehr hungrig. Und so gab er dem Kind ein Brot. Das Kind bedankte sich und ging weiter. Ungefähr hundert Meter weiter begegnete ihm ein Schäfer, der auch nichts zu essen hatte. Und so gab der Junge ihm auch ein Brot. Und sein letztes Brot aß er während der nächsten zwei Tage auf. Zwei Tage später hatte er kein Essen mehr und sein Trinken ging auch fast aus. Doch dann gelangte er zu einem Königshof. Die Tochter des Königs war ungefähr so alt, wie der König daheim und war noch nicht verheiratet. Da schickte der Junge Tauben zum König und bestellte ihn sofort her.
Der König mochte die Tochter des anderen Königs sehr und so war es auch umgekehrt. So heirateten sie, zogen zurück zum Schloss und bekamen ein Kind und so war die Stadt von den Ratten befreit.

ENDE

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