Sondermärchenwettbewerb 2001

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(nur für Grundschulen ausgeschrieben)

Die Autorin ist:
Tabea Ertl, 8 Jahre, Klasse: 2C

Gruslikus und der geheimnisvolle Zauberstab

Es war einmal ein kleines liebes Gespenst namens Gruslikus. Es hatte einen guten Freund, der hieß Fürchtl. Doch eines Tages war der Freund weg. Und das Gespenst suchte überall nach ihm, in jeder Ecke. Aber es fand ihn nicht.

Eines Nachts kam Fürchtl als Eule verwandelt wieder zurück. Gruslikus erschrak sehr und erkannte seinen Freund anfangs gar nicht. Erst als er ihn mit der Stimme seines alten Spielgefährten ansprach: "Hallo Grusli, ich bin's, dein bester Freund. Du musst mir helfen! Ich habe mich vor ein paar Tagen im Wald verlaufen und kam kurz vor Tagesanbruch in eine alte verfallene Burg. Dort wurde ich ohnmächtig und als ich wieder zu mir kam, hatte ich schon Federn. Ich saß in einem alten morschen Holzkäfig und hatte furchtbare Angst. Mein Magen krachte und knurrte denn ich hatte schrecklichen Hunger. Plötzlich spürte ich etwas warmes weiches über meine Vogelklauen huschen. Blind schnappte ich zu und hatte eine kleine Maus in meinen Schnabel. Sie zitterte vor Angst und stotterte: "B..b..bitte, b..bitte, f..f..friß mich nicht, i..i..ich sage Dir au..auch wie Du Dich retten kannst!" Natürlich fraß ich sie nicht und nachdem sie mir alles erzählte, half sie mir auch noch den morschen Käfig aufzubrechen und davonzufliegen. "Er erzählte folgendes: Gruslikus müsse in die weit entfernte fremde Burg wo die böse Hexe Warzenkopf lebt, die den armen Fürchtel verzaubert hatte und von 101 bösen Geistern beschützt wird. Gegen die muss der Freund kämpfen und sie besiegen. Als nächstes muss er sich dem Kampf mit der Hexe stellen. Erst dann wird der Zauber aufgehoben und Fürchtl kann endlich wieder ein normales Gespenst sein.

Mutig machte sich Gruslikus sofort auf den Weg. Nach einem langen Nachtmarsch durch den dunklen Wald traf er an einem ruhigen See einen wunderschönen Schwan. Der hatte einen Stab im Schnabel und gab ihn dem kleinen Gespenst in die Hand. "Nimm, du wirst ihn brauchen", und weg war er.

Nach kurzer Zeit war er am Ziel. Ein wenig fürchtete er sich schon, aber es musste sein. "Auf in den Kampf - für Fürchtel" sprach er sich Mut zu. Er stieg die 99stufige Wendeltreppe hinauf und traf auch schon auf den erste Gespensterkrieger. Gruslikus wusste nicht was er machen sollte. In seiner Angst griff er nach der ersten Waffe die in ihm in den Sinn kam: den Stab von dem schönen Schwan. Er versuchte damit auf en Gespensterkrieger einzuschlagen, doch was passierte da? In diesem Augenblick ergoss sich ein blauer Strahl über den Bösewicht und der erstarrte sofort zu Eis. Und welches Glück, auch allen anderen Schreckgespenstern, die versuchten ihn zu ergreifen, erging es genau so. Die Ereignisse überschlugen sich und schon stand er vor der bösen Hexe. Sie sah sehr schaurig aus. Ganz in schwarz gekleidet mit einem schäbigen alten spitzen Hut auf den verfilzten schmutzigen Haaren und das Gesicht über und über mit Warzen bedeckt. Brrrr, echt ekelig. Gruslikus war ja einiges gewöhnt, aber bei diesem Anblick wurde ihm fast schleckt. Die Hexe Warzenkopf kicherte schaurig und wollte schon ihre spitzen dreckigen Finger erheben um das kleine Gespenst auch zu verwandeln, doch Gruslikus war schneller. Blitzschnell richtete er den Stab auf die Hexe und murmelte voller Angst, wobei er die Augen zukniff: "Bitte, bitte lieber Schwan, hilf mir!" Ein greller Blitz durchzuckte den Raum, Gruslikus öffnete erschrocken die Augen und erblickte vor ihm eine hässliche alte warzige Kröte quakend auf den Boden hocken. Das kleine tapfere Gespenst hatte es geschafft. Er hat wirklich den Kampf gegen das Böse gewonnen.

Voll Freude machte sich Gruslikus auf den Heimweg. Er konnte es gar nicht erwarten, Fürchtl die gute Nachricht zu überbringen. Er kam auch wieder an dem See vorbei, wo er den schönen Schwan getroffen hatte. Leider konnte er ihn diesmal nicht entdecken. Nur am Ufer bemerkte er eine wunderschöne Frau, die ihm freundlich zuwinkte. An ihren Haaren hing eine weiße Schwanenfeder. Gruslikus winkte zurück und lief so schnell er konnte nach Hause zu seinem Freund. Der erwartete ihn schon freudenstrahlend. Er hatte bereits alles für ein großes Freudenfest vorbereitet, denn als er nämlich plötzlich in seine ursprüngliche Gestalt zurückverwandelt wurde, wusste er, dass sein Freund erfolgreich für ihn gekämpft hatte.

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