Sondermärchenwettbewerb 2001
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(nur für Grundschulen ausgeschrieben)
Die Autorin ist:
Katharina Mayer, 6 Jahre, Klasse: 1C
Gawan, der Hund der in die Schule gehen wollte
Es war einmal eine Familie, Mama, Papa, das Kind Kathi und der Hund Gawan. Kathi und Gawan spielten oft im Garten oder sie waren miteinander Rad fahren und in der Nacht schlief er bei ihr im Schlafzimmer.
Doch eines Tages war es soweit, Kathi war 6 Jahre alt und musste in die Schule gehen. Gawan durfte sie bis zum Schultor begleiten, aber dann musste er mit Mama nach Hause gehen. Nachmittag holten sie zwar Kathi von der Schule ab, dann musste sie Aufgabe machen und es blieb keine Zeit für spielen im Garten oder Rad fahren. Gawan war plötzlich viel allein und mit seinem Hundeleben gar nicht zufrieden.
"Warum darf ich nicht in die Schule gehen?" fragte er die Mama.
"Hunde dürfen nicht in die Schule gehen", antwortete Mama.
Gawan war enttäuscht und traurig.
Eines morgens, Gawan wachte gerade auf, hörte er die Mama rufen: "Kathi, Gawan aufstehen, es ist Zeit für die Schule."
"Ich auch" dachte sich Gawan und lief mit Kathi in die Küche. Dort gab es bereits Frühstück für zwei, 2 Schultaschen, 2 Frühstücksbrote und Mama sagte: "Eßt ihr Zwei und ab in die Schule".
Gesagt, getan. Gawan ging mit Kathi in die Schule.
In der Klasse saß er in der letzten Reihe und der Lehrer war sehr streng mit ihm.
"Gawan sitz anständig!"
"Gawan wie viel ist 3x4!"
"Gawan wo ist deine Hausaufgabe?"
"Gawan komm bitte zur Tafel!"
Gawan hatte bald genug von der Schule und freute sich als die Schule aus war.
Nun, dachte er, könnte er mit Kathi spielen oder Rad fahren . Aber nein.
Nach dem Essen musste jeder in ein anderes Zimmer gehen, Aufgabe machen und ein Gedicht auswendig lernen. Oh weh!
Gawan hatte sich alles ganz anders vorgestellt. Keine Zeit für den Garten, keine Zeit für Kathi, nicht einmal mit anderen Hunden um die Wette laufen konnte er. Gawan war mit seinem neuen Leben gar nicht zufrieden.
Am nächsten Morgen.
"Kathi aufstehen! Zeit für die Schule!"
Gawan zwinkerte mit den Augen und wunderte sich: "Nur die Kathi muß in die Schule? Ich nicht?"
Er lief vorsichtig in die Küche und schaute sich um. Keine 2. Schultasche, kein 2. Frühstücksbrot.
Da begriff er. Er hatte alles nur geträumt. Er brauchte nicht in die Schule gehen. Er konnte Kathi in die Schule begleiten und wieder abholen.
Da war er glücklich, schleckte Kathi ab, die nicht wusste warum und war auf einmal mit seinem alten Hundeleben wieder vollkommen zufrieden.
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