Märchenvorschlag Nr. 11/2000 von Anna Steiger (11 Jahre)
(Schüler der Klasse 4d, Theodor-Heuss-Schule)
Der hungrige Bär
Es war einmal ein hungriger Bär. Er wollte nach Honig suchen. Unterwegs traf er eine Kröte.
Sie sagte: "Halt ! Zuerst bringe mir einen goldenen Ring."
"Aber wie soll das gelingen?", fragte der Bär. "Er wird bewacht von dem Löwen Heinrich."
"Das ist dein Pech ! Wenn du ihn mir nicht bringen kannst, schrumpfe ich dich ganz klein."
Der arme Bär hatte keine andere Wahl. So ging er weiter und weiter. Dann verirrte er sich in einem Supermarkt.
Er fing an zu weinen.
Da rief von oben eine Stimme. Es war ein Vogel. Der Vogel sprach: "Was ist mit dir los?"
"Auf der Suche nach Honig traf ich eine Kröte. Sie hat mir gesagt, dass ich ihr einen goldenen Ring bringen soll. Doch dieser goldene Ring wird bewacht von dem Löwen Heinrich!"
"Keine Angst", sprach der Vogel. "Ich bitte dich, nimm nur die goldene Kugel !"
"Aber wo ist die Kugel?", fragte der hungrige Bär.
"Sie ist auf dem obersten Schrank und dann folge den Anweisungen, die man dir geben wird."
Das tat er. Und bald darauf fand er auch den Ring. Er lag mitten in einem Vogelnest. Wie sollte er dahin kommen?
Auf einmal bemerkte er, dass er ein Seil dabei hatte. Er hängte das Seil an einen Ast und zog sich daran hoch.
"Hurra !", rief er. Oh nein, da kam er der Vogel und der Vogel nahm den Ring mit.
Der Bär ging zur Kröte und erzählte ihr alles.
"Immer mit der Ruhe !", sagte die Kröte, "wenn du mich küßt, werde ich dich nicht schrumpfen."
"Niemals", rief der Bär laut und zog die Kugel hervor.
"Akrakadbra ! Ich verwandle dich in eine Biene."
Der Bär nahm glücklich den Honig und machte sich auf den Heimweg. Dabei hat er gesungen: "Lalala, lululu, lelele, lololo."
Und dann setzte er sich auf seinen Stuhl und aß den Honig bis an das Ende seiner Tage.
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