Märchenvorschlag Nr. 7
von Marcel aus der Schweiz (11 Jahre)

Eine unendliche Geschichte

Die Geschichte begann vor längerer Zeit an einem Sommernachmittag. Es war einmal ein junger Prinz. Dieser hatte den grossen Wunsch, eine Frau zu finden. Nach vielen Tagen und Stunden langen Suchens kehrte er mal wieder von einer Reise unverrichteter Dinge nach Hause zurück.

Als er an seinem Schloss ankam, rief ihm einer seiner Ritter zu: "Verschwinde von hier, aber schnell!"

"Aber wieso denn das?" fragte der Prinz den Ritter. "Ja weißt du es denn noch nicht? Die böse Königin hat deine Eltern töten lassen. Lauf schnell weit weg, aber sag niemanden, dass ich es dir gesagt habe!"

Der Prinz nahm die Beine in die Hand und lief so schnell er nur konnte in den Wald und versteckte sich hinter dichten Büschen. Er zitterte vorAngst, denn auch er sollte von der bösen Königin getötet werden, so hatte der Ritter ihm gesagt. Denn so war niemand mehr im Wege und sie kann den Thron an sich reissen. Doch der Prinz dachte bei sich: Ha, das kann sie vergessen. Ich werde gegen sie kämpfen!

Auf einmal trat aus den Büschen ein Jäger, den die böse Königin geholt hatte, um den Prinzen zu töten. Rechtzeitig bemerkte der Prinz den Jäger und machte sich schleunigst auf den Weg. So traf er auf einen Zauberer am Wegesrand, der am Üben seiner Künste war. Gerade zauberte er einen Elefanten herbei, doch der verschwand andauernd wieder. Der Zauberer wollte sich schon jedes einzelne Barthaar ausreissen vor Wut, da sah er den jungen Prinzen, der laut lachte. Der Zauberer würde noch wütender und wollte den Prinzen in eine Mücke verwandeln. Doch dieser hörte schnell auf zu lachen und entschuldigte sich. Der Zauberer fragte: "Was bist du so allein hier in diesem Wald unterwegs, sorgen sich deine Eltern nicht?"

Der Prinz erzählte ihm die ganze Geschichte. "Kannst du mir nicht helfen? Ich weiss nicht mehr ein noch aus!"

"Ich denke, ich kann dir helfen." Meinte da der Zauberer und strich sich über seinen Zaubererbart.

In diesem Moment kam der Jäger aus dem Dickicht hervor und legte seine Büchse an. Der Zauberer verwandte seine Zauberkraft, um ihn in eine Wildsau zu verwandeln. Der Prinz war sehr erleichtert.

"Also nun lass uns gehen und schauen, was sich machen lässt in deinem Fall " sprach der Zauberer und beide machten sich auf dem Weg zum Schloss.

Durch eine Geheimgang gelangten sie in die Gemächer der bösen Königin. Dort sahen beide einen riesigen Spiegel stehen.

Der Zauberer sagte:" Das ist ein Zauberspiegel. Wenn die Königin in den Spiegel hinein sieht, und er zerbrochen wird, dann ist die Herrschaft der Königin vorbei." Gesagt, getan. Beide versteckten sich hinter den Vorhängen am Fenster und warteten. Es dauerte nicht lange und die Königin erschien. Sie stellte sich vor ihren Spiegel.

Der Prinz sprang hinter den Vorhängen hervor. Die Königin erspähte ihn und wollte ihn schon töten, da zerschmetterte er den Spiegel mit einem Goldklumpen, den ihm der Zauberer vorher gegeben hatte. Die Königin zersprang in tausend Stücke.

Das Königreich war gerettet. Der Prinz wurde König. Doch er war ein trauriger König. Er hatte ja niemanden. Er wollte so gern eine Prinzessin zur Frau haben.

Und so machte er sich erneut an einem Sommernachmittag auf eine Reise in die weite Welt auf der Suche nach einer Frau.

Märchenwettbewerb - Vorschlag Nr. 8 Märchenwettbewerb - Vorschlag Nr. 6

 Englische Übersetzung

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