Der gute Tausch

Eingereicht von: Cyrill Weingartner (12 Jahre)

Vor vielen Jahren lebte einmal ein Vater und sein Sohn auf einem Bauernhof.

Dieser Junge hiess Fritz, er hatte schon früh seine Mutter verloren und wurde von seinem Vater grossgezogen. An einem schönen Tag im Juni bekam Fritz den Auftrag von seinem Vater, die Sense beim Nachbarn abzuholen. Fritz machte sich sogleich nach dem Morgenessen auf den Weg zum Nachbarn. Nach den gut drei Stunden Marsch kam Fritz zum Bauernhof des Nachbarn.
An der Tür klopfte er und der Nachbar kam heraus. Er meinte: "Ach, da bist du ja, mein lieber Fritz; schau, dort ist die Sense, du kannst sie nehmen, ich brauche sie nicht mehr."

"Vielen Dank und auf Wiedersehen", antwortete Fritz und holte die Sense.
Ich habe es ja nicht so eilig, da kann ich durch den Wald gehen, dachte Fritz. Schnell holte er die Sense und lief in den Wald hinein. Als Fritz eine gute Stunde Marschiert war, begegnete er einem Mann der ein Huhn mit sich führte.

Sofort fragte Fritz den Mann, ob er gerne tauschen würde, natürlich gegen die Sense. Der Mann sagte dazu ja und sie tauschten. Als Fritz nun zu Hause ankam und dem Vater sein Erlebnis erzählte rief sein Vater: "Juhuu, ein Huhn ist viel mehr Wert, als diese alte Sense!"
Ein paar Tage später musste Fritz mit dem Huhn auf der Weide spazieren gehen. Wie es der Zufall traf, begegnete er da wieder diesem Mann und der Mann führte diesmal ein Schaf mit sich.

Wieder fragte Fritz, ob er tauschen würde und der Mann bejahte. So zog Fritz mit dem Schaf nach Hause und der Vater rief wieder: " Jupiiii, ein Schaf ist viel mehr wert, als das alte Huhn."
Ebenfalls einige Tage später musste Fritz das Schaf am Bach waschen gehen. Als er dort ankam, war wieder der seltsame Mann dort. Diesmal fragte Fritz zuerst nach seinem Namen, da antwortete der Mann: "Ich bin Paul, und du?" "Ich heisse Fritz, ich komme vom Hof da drüben. Fritz versuchte sein Glück wiederum: "Tauschst du das Schaf gegen deinen Ochsen?"Der Mann sagte: "Nun ja, ich mache gerne gute Tausche und ich liebe Schafe!" So kam es, das Fritz nun mit einem Ochsen nach Hause kam.
Dort stand sein Vater voller Erwartung, was Fritz diesmal nach Hause bringen würde. Er lobte Fritz so, wie die vorherigen Male.
Jetzt war schon eine Woche vorbei, ohne dass Fritz Paul getroffen hätte, darum ging er jetzt auch mit dem Ochsen auf die Weide. Nach dem anstrengenden Marsch erwartete ihn dort auch schon Paul, der diesmal ein wunderschönes Pferd mit-führte.

Sofort fragte Fritz Paul, ob er wieder tauschen würde. Paul bejahte schnell und somit war das Geschäft erledigt. Zu Hause erwartete sie der Bauer nicht, denn er dachte, diesmal würde Fritz es nicht wieder fertigbringen, zu tauschen. Umso grösser war sein Erstaunen, als er Fritz mit einem wertvollen weissen Pferd kommen sah.

Wieder vergingen ein paar Tage, bis Fritz es wieder fertigbrachte, Paul zum Tausch zu überreden. Aber diesmal ging es nicht um ein Tier, sondern um eine Truhe Juwelen, die Fritz nach langem Hin und Her erwarb.

Damit kaufte Fritz sich 20 Pferde, ein wunderschönes Haus und eine ganze Dienerschaft.

Mit all dem lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende.

ENDE GUT ALLES GUT

Hinweis:
Bilder eingereicht durch oben genannten Autor.

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