Die giftgrüne Schlange

Eingereicht von: Cyrill Weingartner (12 Jahre)

An einem schönen Tag im fernen Indien schlich eine giftgrüne Schlange durch das Unterholz im Wald.

Gleich neben diesem Wald lag ein kleines Dörflein mit ungefähr 110 Einwohnern. Unter diesen Leuten befand sich auch Schuha, er hatte schon früh seine Eltern verloren und wurde deshalb von seinem Onkel gross gezogen. Aber dieser Onkel, der Teddy hiess, gönnte Schuha rein gar nichts.
Nun war wieder Abend und alle freuten sich dass die Arbeit für heute beendet war. Als es stockdunkel war, traute sich auch die giftgrüne Schlange aus dem Wald, sie hiess übrigens Koe. Koe schlängelte sich sofort zu den fruchtbaren Feldern und frass sich satt.

Am nächsten Morgen als Schuha erwachte und vor die Hütte ging, sah er die abgefressenen Felder. Schnell holte er seinen grausamen Onkel Teddy und erzählte ihm was er gesehen hatte. Doch dieser Schnauzte Schuha nur an und sagte: "Das ist eine riesige Lüge, komm her wenn du dich traust! Dann passiert was!" "Aber es stimmt doch, komm und schau!" Teddy kam und schaute aus der Hütte, nach eine paar Sekunden rief er: "Das gibt es doch nicht, alle Felder abgefressen!"
Nun standen die Dorfbewohner vor einem Rätsel und wussten nicht weiter. Als es wieder Abend war sprach Schuha zu seinem Onkel: "Ich halte diese Nacht Wache." Der Onkel bewilligte es und Schuha ging vor die Hütte mit einer Decke in der Hand.

Kaum war es Mitternacht, kam wieder die giftgrüne Schlange aus dem nahen Wald herbeigeschlängelt. Koe, die Schlange, schlängelte sich nun gleich zum Vieh. Schuha erwachte von seinem Schlummerschlaf, in dem er das Muhen einer Kuh hörte. Sofort rannte er zum eingezäunten Vieh. Während er rannte, fasste er noch schnell einen Stock am Boden. Als Schuha beim Vieh angekommen war, sah er die Schlange Koe, die gerade versuchte, eine Ziege zu beissen.

Schnell schlug Schuha der Schlange mit dem Stock auf den Kopf. Sie war sofort betäubt und fiel auf den Boden. Plötzlich war Schuha umgeben von Gold und die Schlange erwachte aus ihrer Betäubung. Nun sprach sie Schuha an: "Du hast mich besiegt und bekommst dafür meinen verborgenen Schatz!" Jetzt fiel die Schlange zurück und war scheintot. Aber Schuha konnte sein Glück kaum glauben.

Von einem armen Gehilfen war er zu einem sehr reichen Mann geworden. Sofort holte er einen Sack und stopfte das Gold hinein.

Nachdem er das Gold eingepackt hatte, rannte er schnell wie der Wind in den Wald hinein. Am nächsten Morgen stand er vor einer riesiger Stadt mit Mauern und Tempeln, wie er zuvor noch nie eine gesehen hatte. Nun -Schuha kaufte sich ein wunderschönes und grosses Haus, eine Dienerschaft und heiratete später noch eine arme aber durchaus hübsche Frau.

Dann hatte er mit ihr noch vier Kinder und sie lebten glücklich weiter mit all dem, was sie hatten. Und wenn sie nicht gestorben sind so leben sie noch heute.

ENDE GUT ALLES GUT

Hinweis:
Bilder eingereicht durch oben genannten Autor.

 Englische Übersetzung


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