Die Nottwiler Kobolde

Eingereicht von: Cyrill Weingartner (12 Jahre)

Vor ein paar Jahrhunderten gab es im Nottwiler Wald jede Menge Kobolde.

Sie lebten in Erdlöcher und waren grausam hinterlistig. Die Kobolde besassen eine Menge Gold und Juwelen, die sie den vorbeiziehenden Leuten stahlen.

So kam es, dass die Bauern sich nicht getrauten, in den Wald holzen zu gehen und daher holzarm waren.

Am Waldrand lebten ein paar einfache Bauern, unter ihnen war auch der Bauer Hänsel. Hänsel hatte einen fleissigen Sohn und drei faule Töchter.

An einem schönen Juli-Morgen beauftragte Hänsel seinen Sohn, am Waldrand doch Holz sammeln zu gehen. Das freute Franz sehr (so hiess der Sohn von Hans). Er hatte die Kobolde noch nie gesehen und hatte vor, weiter in den Wald hinein zu gehen.

So kam es dann auch. Sobald er am Waldrand war, lief Franz in den Wald hinein. Aber im Wald sah Franz eine lange Schlange bewaffneter Kobolde, die in Richtung einer Höhle lief.Franz ging auf einen Kobold zu und fragte: "Was ist denn los?" Der Kobold war zuerst ganz aufgeschreckt, sagte dann aber, dass ihr König ermordet worden sei. Darauf antwortete Franz, dass er den Mörder schon noch finden werde.
Das Gesicht des Kobolds hellte sich auf und er antwortete " Wenn ihr den Mörder findet, habt ihr einen Wunsch frei". Schnell lief Franz davon, denn er hatte so eine Ahnung, wer das gewesen sein könnte.

Niemand ging so oft in den Wald wie, Sepp Vorwitz, der Nachbar seines Vaters. Sepp hatte im Wald eine kleine Hütte, in der er Sägen aufbewahrte.

Dorthin lief nun Franz. Als er dort ankam, wollte Sepp gerade aus der Hütte gehen. Als Sepp Franz bemerkte, rief er: "Was für eine Überraschung, da ist ja Franz!"
Franz machte nicht lange, ging auf Sepp zu und fragte: "Wieso hasst du den Kobold-König ermordet"?
Sepp versuchte, sich zu verteidigen: "Ach, darum bist du hier, weißt du, ohne König sind sie geschwächt und können uns nicht mehr berauben". Dann ging alles sehr schnell, Franz hob einen Stock auf und schlug damit Sepp nieder.

Nun schleifte Franz Sepp zu den Kobolden zurück und sagte: "Hier habt ihr den Mörder - und nun habe ich einen Wunsch frei! Also: ich wünsche mir, dass ihr ab sofort die Menschen in Ruhe lasst!".

"Dieser Wunsch sei dir gegeben, aber diesen Menschen müssen wir töten", sagte darauf der Kobold.

"Gut, er hat euch grossen Schaden zugefügt, aber ihr dürft den Menschen nichts mehr tun, ihr habt es geschworen!", beharrte Franz. So kam es, dass auch Sepp befreit wurde und im Nottwiler Wald wieder Ruhe einkehrte. Die Bauern rundherum waren nun auch nicht mehr holzarm sondern holzreich.

ENDE GUT ALLES GUT

Hinweis:
Bilder eingereicht durch oben genannten Autor.

 Englische Übersetzung


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