Die schlagende KuhEingereicht von: Cyrill Weingartner (12 Jahre)Hans lebte auf einem Bauernhof, fünf Kilometer südlich des grössten Schlosses im Lande England. Hans war ein tüchtiger Junge im Alter von 18 Jahren. Hans hatte noch 12 ältere Brüder, also war er der Jüngste. Er musste jeden Tag die einzige Kuh hüten und auf sie aufpassen. ![]() Doch die Kuh hatte etwas ganz Besonderes an sich: Wenn sie nicht genug zu fressen bekam, schlug sie mit dem Schwanz auf Hans ein. Die Kuh wollte damit sagen: "Nicht genug! Nicht genug!" Eines Abends schlug die Kuh wieder auf Hans ein, der Vater jagte Hans aus dem Hof auf die Felder und verbannte ihn. Hans suchte auf dem Schloss Arbeit und wurde Jäger. Der König liebte Rebhühner über alles und Hans musste sie fangen. ![]() Nun ja, der König hatte einen Sohn und eine Tochter (Zwillinge), sie waren etwa gleich alt wie Hans und hiessen Mariechen und Wasia. Sie gingen eines Tages in den Wald spazieren. Leider gingen Gerüchte herum, dass im Wald ein schrecklicher Räuber hauste. Hans bekam den Auftrag, auf die Kinder aufzupassen, aber ohne gesehen zu werden. Nach ungefähr einer Stunde sprang plötzlich eine riesige Gestalt, mit einer Pfefferpistole in der Hand, auf den Weg. ![]() Diese riesenhafte Gestalt zwang Mariechen und Wasia in eine kleine Hütte zu gehen. Hans hatte all das gesehen und schaute nun durch den Türspalt. In der Hütte schrieb der Räuber Klitschklatsch (so hiess der Räuber) gerade einen Brief. Mariechen und Wasia sassen gefesselt und geknebelt auf dem Fussboden. Nach ungefähr einer halben Stunde stand Räuber Klitschklatsch auf und lief zur Tür. Hans versteckte sich schnell hin-ter einer grossen Eiche und sah, dass der Räuber Klitschklatsch in den Wald hinein lief. Sofort schlich er sich in die Hütte und befreite Mariechen und Wasia. Zusammen rannten sie in Richtung Schloss davon. Als sie dort anka-men, lief ihnen schon der König entgegen und begrüsste sie herzlich mit einem Festmahl. ![]() Auf einmal stand der König auf und fragte Hans: "Wie hübsch findest du meine Tochter?" Darauf antwortete Hans: "Um offen zu sein, ich habe mich sofort in sie verliebt." Nun ging der König zu Mariechen und fragte sie dasselbe. Sie antwortete das gleiche wie Hans. Nun stand der König auf und gebot Ruhe: "Meine treuen Untertanen, wie ihr wisst, bin ich schon alt und brauche dringend einen Nachfolger. Ihr wisst auch, dass dieser junge Mann hier meine Kinder gerettet hat. Meine Tochter und der mutige junge Mann haben sich ineinander verliebt." Jetzt stand Hans auf und ging zu Mariechen hinüber, kniete vor sie hin, nahm einen Ring aus dem Anzug und fragte: " Willst du mich heiraten?" ![]() "Ja ich will", antwortete Mariechen. So wurde Hochzeit gefeiert und Hans wurde später neuer König. ![]() Seine 12 Brüder platzten fast vor Neid, dafür versöhnte er sich wieder mit seinem Vater. Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie heute noch.
ENDE GUT ALLES GUT Hinweis: Schreibt doch selbst einmal eine Geschichte oder ein Märchen. W I E ? Ihr habt schon ein Märchen geschrieben? Dann schickt es per E-Mail an: Pat Addy's Märchenwelt - Märchen schreiben |
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